Hufbearbeitung Pferd

Die unterschiedlichen Formen der

Hufrehe

Wie erkenne ich eine Rehe?

Eine Hufrehe ist eine Entzündung der Aufhängung des Hufbeins, also an der Stelle wo der distale Zehenknochen (Hufbein) mit der Hufkapsel verbunden ist.

Eines der 5 typischen Anzeichen für eine Entzündung ist die Schwellung, welche aber in diesem Bereich durch die nicht dehnbar Hufkapsel nicht möglich ist. Deshalb entsteht ein unangenehmes Druckgefühl und der Huf ist wahnsinnig schmerzhaft und warm. Typischerweise versuchen die Pferde die Hufe durch eine sägebockartige Stellung zu entlasten. Das sieht so aus als würde sich das Pferd versuchen von den Vorderbeinen wegzuschieben. Das Gewicht verlagert sich von der Zehe eher auf die Trachte.

Häufig zeigen sie eine schwerwiegende Stützbeinlahmheit, das heißt das Pferd kann keine Last auf dem Bein aufnehmen, da es schmerzt. Vor allem in engen Wendungen wird die Lahmheit schlechter. Man spricht vom Wendeschmerz.

Erste Untersuchungen können von dem Tierheilpraktiker, Pferdephysiotherapeut oder Hufbearbeiter ihres Vertrauens unternommen werden. Zur sicheren Diagnosestellung benötigt es ein Röntgenbild des Hufes um eine mögliche Hufbeinsenkung oder -rotation zu erkennen. Dies ist dem Tierarzt vorbehalten.


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Wie kann eine Rehe entstehen?

Welche Ursachen gibt es? Häufig ist eine Rehe mechanisch bedingt, man spricht dann von einer Marsch- oder Überlastungsrehe, welche durch nicht angepasstes Training entsteht. Der Untergrund spielt hier eine wichtige Rolle. Wird das Pferd zu viel auf hartem Boden, Asphalt oder gefrorenem Boden bewegt oder geritten, kann das die Huflederhaut schädigen.

Jedes Pferd hat von Natur aus eine natürliche Schiefe. Aber eine zu einseitige Belastung sollte vermieden werden. Wenn ein Bein entlastet wird, entsteht kompensatorisch automatisch eine Überlastung des anderen Beins (häufig das Diagonale).

Auch die Stellung des Hufes und die sachgerechte Bearbeitung der Hufe beeinflusst die Belastung auf den Huf. Auch schlecht sitzende Eisen können Spannung und Druck auf den Huf ausüben.

Trainer, Therapeut und Hufbearbeiter sollten hier also Hand in Hand gehen. Eine gute Zusammenarbeit ist für einen Therapieerfolg essenziell.

Wie füttere ich ein Rehepferd?

Außerdem neigen Pferde mit Stoffwechselerkrankungen wie EMS oder Cushing zu einer Hufrehe, da durch die Vermehrte Insulinausschüttung die Blutgefäße verengen. Dadurch wird die Huflederhaut minderversorgt und kann sich entzünden. Hier ist auf eine kohlenhydratarme Fütterung zu achten! Aufnahme von Giftpflanzen oder Medikamenten, können ebenfalls zu einer Hufrehe führen. Cortison zählt hier ebenfalls dazu, deshalb sollte eine Gabe cortisonhaltiger Medikamente immer genau hinterfragt und mit fachkundigen Therapeuten und Ärzten abgesprochen werden. Und schlussendlich kann es auch nach der Geburt zu einer Hufrehe der Mutterstute kommen, wenn es Komplikationen mit der Nachgeburt gibt, da Bakterien hier Endotoxine bilden können.

Aufnahme von Giftpflanzen oder Medikamenten, können ebenfalls zu einer Hufrehe führen. Cortison zählt hier ebenfalls dazu, deshalb sollte eine Gabe cortisonhaltiger Medikamente immer genau hinterfragt und mit fachkundigen Therapeuten und Ärzten abgesprochen werden. Und schlussendlich kann es auch nach der Geburt zu einer Hufrehe der Mutterstute kommen, wenn es Komplikationen mit der Nachgeburt gibt, da Bakterien hier Endotoxine bilden können.